Künstliche Intelligenz gilt vielerorts als Effizienz-Booster – doch ihr wahres Potenzial entfaltet sie erst, wenn Inhalte, Daten und Prozesse sauber strukturiert sind. Im Interview erläutert Raphael Baier, warum nicht das nächste Tool den Unterschied macht, sondern die Frage, wie Informationen organisiert, Workflows definiert und Verantwortung verteilt sind.
Kategorie-Archiv: CrossMediaForum
Digitalprodukte nicht als nachgelagerte “Derivate”, sondern als Resultat intelligent strukturierter Workflows
Verlage können bessere Digitalprodukte erstellen, wenn sie diese nicht vom Output, sondern vom Content-Workflow her konzipieren, sagen Uwe Matrisch und Jörg Pieper in diesem Interview. Ihr Fazit: „Digitalprodukte sind dann nicht mehr nachgelagerte ‚Derivate‘, sondern Resultat eines intelligent strukturierten Workflows.“
Die Big Five für den Erfolg von Content-Management-Projekten
Die One-Million-Dollar-Frage nicht nur, aber vor allem auch bei Content-Management-Projekten lautet: Wir kann ein so umfangreiches und komplexes Projekt gelingen, ohne die Mitarbeitenden zu verlieren und gleichzeitig den angestrebte Veränderung zu erreichen? Christian Mädler und Martin Volke teilen im diesem Interview ihre Erfahrungen aus zahltreichen Projekten und beschreiben die „Big Five“ für den Projekterfolg.
Das Content Management muss Enabler und Vordenker für das Produktmanagement werden
„Content first“ ist schnell gesagt – aber was bedeutet es wirklich? Jessica Gutsche, Head of Content bei der DIN Media GmbH, erläutert in diesem Interview den fundamentalen Wandel: Das klassische Lektorat teilt sich in Produktmanagement und Content-Management. Mit dem Ziel, Fachcontent medienneutral und mehrfach nutzbar zu machen, das Produktmanagement früh zu entlasten und so schneller zu tragfähigen neuen, digitalen Geschäftsmodellen zu gelangen.
Liquid Content: Verlage liefern Input, Kunden bestimmen den Output
Über Personalisierung von Medien reden wir, seit es das Internet gibt (mindestens). Mit dem „Liquid Content“-Konzept wird dieser Ansatz Realität: Jetzt können die Nutzer/innen bestimmen, welche Inhalte sie in welcher Form bekommen wollen. Warum On-Demand-Publishing auf Steroiden für Verlage relevant ist, erläutert Ehrhardt Heinold in diesem Interview.
Die meisten RAG-Projekte scheitern nicht an der KI, sondern an der Datenbasis
RAG-Systeme versprechen Fachverlagen schnellen Zugang zu ihrem Wissen – doch viele Projekte scheitern früh. Nicht die KI ist das Problem, sondern schlechte Daten, falsches Chunking und naive PDF-Strategien. Wer RAG erfolgreich einsetzen will, braucht eine saubere, strukturierte und nachhaltige Datenbasis, erläutern Manuel Montero Pineda, Geschäftsführer data2type GmbH, und Mehrschad Zaeri Esfahani, Geschäftsführer parsQube GmbH, in diesem Interview.
Liquid Content: Alter Wein oder Publishing-Revolution?
Über Personalisierung von Medien reden wir, seit es das Internet gibt (mindestens). Mit dem „Liquid Content“-Konzept wird dieser Ansatz Realität: Jetzt können die Nutzer/innen bestimmen, welche Inhalte sie in welcher Form bekommen wollen. Gerade für Fachmedienabieter kann Liquid Content als Kombination aus Wissensmodell (Ontologie/Taxonomie), Micro‑Content und einem CMS funktionieren, der je nach Kanal (Portal, Report, Training, Beratungstool) andere Views auf denselben Wissensbestand erzeugt.
Fachinhalte durch automatisierten Abgleich von Fragen und Antworten verbessern
Die Qualitätssicherung von Fachinhalten ist für Autorinnen, Autoren und Verlage eine zeitintensive Herausforderung, da manuelle Prüfprozesse fehleranfällig und schwer skalierbar sind. SHI hat eine Lösung entwickelt, die KI-gestützte Automatisierung mit menschlicher Kontrolle kombiniert, indem Fragen-Antwort-Paare automatisch generiert und überprüft werden, während die finale Bewertung stets beim Menschen bleibt. Durch die Integration als Add-In in Microsoft Word, erläutert Arkadius Nowakowski, wird die Qualitätssicherung und Kommunikation zwischen Autoren und Verlagen deutlich vereinfacht.
Datenrohstoff der KI-Welt: Verlage müssen den Prozess des Chunkings selbst in die Hand nehmen
Chunks sind der „Datenrohstoff der KI-Welt“, stellt Carsten Schwab, Inhaber und Geschäftsführer der XPS AG, in diesem Interview fest. Deshalb sollten Chunks nicht in „Black-Box-artigen RAG-Systemen versteckt“ und den Verlagen vorenthalten werden. Als Konsequenz daraus müssen Verlage den Prozess des Chunkings selbst in die Hand nehmen und automatisieren sowie eine gute Skalierbarkeit gewährleisten.