Erst das Fundament, dann die Fantasie: Wie KI in Redaktionen echten Mehrwert schafft

Künstliche Intelligenz gilt vielerorts als Effizienz-Booster – doch ihr wahres Potenzial entfaltet sie erst, wenn Inhalte, Daten und Prozesse sauber strukturiert sind. Im Interview erläutert Raphael Baier, warum nicht das nächste Tool den Unterschied macht, sondern die Frage, wie Informationen organisiert, Workflows definiert und Verantwortung verteilt sind. 

KI in Verlagen: Fördermöglichkeiten nicht unterschätzen und frühzeitig beantragen

Künstliche Intelligenz hält Einzug in Verlage – doch viele Häuser fragen sich, wie sich die notwendigen Innovationsschritte finanzieren lassen. Im Interview erläutert Pascal Schneider, Gründer von SCHNEIDER Consulting und langjähriger Fördermittelexperte, welche KI- und Digitalprojekte grundsätzlich förderfähig sind, welche Förderformen von Zuschuss bis Kredit infrage kommen und welche Spielregeln bei Antragstellung und Projektstart unbedingt zu beachten sind.

Liquid Content: Verlage liefern Input, Kunden bestimmen den Output

Über Personalisierung von Medien reden wir, seit es das Internet gibt (mindestens). Mit dem „Liquid Content“-Konzept wird dieser Ansatz Realität: Jetzt können die Nutzer/innen bestimmen, welche Inhalte sie in welcher Form bekommen wollen. Warum On-Demand-Publishing auf Steroiden für Verlage relevant ist, erläutert Ehrhardt Heinold in diesem Interview.

Die meisten RAG-Projekte scheitern nicht an der KI, sondern an der Datenbasis

RAG-Systeme versprechen Fachverlagen schnellen Zugang zu ihrem Wissen – doch viele Projekte scheitern früh. Nicht die KI ist das Problem, sondern schlechte Daten, falsches Chunking und naive PDF-Strategien. Wer RAG erfolgreich einsetzen will, braucht eine saubere, strukturierte und nachhaltige Datenbasis, erläutern Manuel Montero Pineda, Geschäftsführer data2type GmbH, und Mehrschad Zaeri Esfahani, Geschäftsführer parsQube GmbH, in diesem Interview.

Fachinhalte durch automatisierten Abgleich von Fragen und Antworten verbessern

Die Qualitätssicherung von Fachinhalten ist für Autorinnen, Autoren und Verlage eine zeitintensive Herausforderung, da manuelle Prüfprozesse fehleranfällig und schwer skalierbar sind. SHI hat eine Lösung entwickelt, die KI-gestützte Automatisierung mit menschlicher Kontrolle kombiniert, indem Fragen-Antwort-Paare automatisch generiert und überprüft werden, während die finale Bewertung stets beim Menschen bleibt. Durch die Integration als Add-In in Microsoft Word, erläutert Arkadius Nowakowski, wird die Qualitätssicherung und Kommunikation zwischen Autoren und Verlagen deutlich vereinfacht.

Datenrohstoff der KI-Welt: Verlage müssen den Prozess des Chunkings selbst in die Hand nehmen

Chunks sind der „Datenrohstoff der KI-Welt“, stellt Carsten Schwab, Inhaber und Geschäftsführer der XPS AG, in diesem Interview fest. Deshalb sollten Chunks nicht in „Black-Box-artigen RAG-Systemen versteckt“ und den Verlagen vorenthalten werden. Als Konsequenz daraus müssen Verlage den Prozess des Chunkings selbst in die Hand nehmen und automatisieren sowie eine gute Skalierbarkeit gewährleisten.

„Fummelarbeiten wegprompten“: So werden Redaktionen produktiver

Die Zeiten großer Hürden beim KI-Einsatz sind vorbei, sagt Rainer Wilbert von Alfamedia in diesem Interview: Redaktionen, KI-erfahren oder nicht, merken schnell, welche Vorteile die KI als Assistent mit sich bringt. Damit diese Vorteile genutzt werden können, braucht es ein Training im täglichen Einsatz und das Schärfen der Bewertung, welches KI-Modell für welche Aufgabe die beste Leistung bringt.

KI im Journalismus ist Werkzeug und kein Ersatz für Redaktionen

Künstliche Intelligenz, Automatisierung und neue digitale Geschäftsmodelle verändern die Medienwelt in rasantem Tempo. Thomas Wolf, Geschäftsführer der publizer GmbH und Betreiber von DieSachsen.de, spricht im Interview darüber, warum KI im Journalismus ein Werkzeug und kein Ersatz ist, wie Redaktionen bis zu 75 Prozent effizienter arbeiten können – und warum Plattformjournalismus die vielleicht spannendste Chance für Zeitungsverlage seit Jahrzehnten ist.