Das Update für die Crossmedia-Community: Praxiswissen, Impulse, Vernetzung
Unter dem Motto "Integriert, automatisiert, human-zentriert - so geht crossmediales Publizieren heute" wird es beim 28. CrossMediaForum am 2. Juli 2026 in München um die Frage gehen, mit welchen Tools Medienunternehmen und publizierende Institutionen Mitarbeitende in Redaktion, Lektorat, Content Management und Herstellung unterstützten, mit begrenzten Ressourcen mehr und vor allem kundenorientierte Medienangebote zu erstellen. Themen werden u.a. sein: Integration von KI-Tools, Datenstrukturierung / RAG, Automatisierung, Workflows, cloudbasierte Buchproduktion, Datensouveränität und vor allem auch Projekt- und Change-Management.
Das CrossMediaForum wird von uns seit 2002 veranstaltet und hat sich zu dem Fachforum für innovative Konzepte zum Crossmedia-Publishing in der Verlags- und Medienbranche entwickelt. Das Forum ist eine der wenigen Veranstaltungen mit dieser speziellen Ausrichtung. Teilnehmer sind Manager/innen und Entscheider/innen vorwiegend aus Verlagen, und zwar aus den Bereichen Herstellung, Content Management, Business Development, Redaktionsleitung, IT und Geschäftsführung. Neben Impulsen für das Content-Management bieten wir der crossmedialen Community Raum für Vernetzung (u.a. durch das beliebte Speed-Dating).
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Programm
Liquid Content - Revolution oder alter Wein...?
Ehrhardt Heinold, Gründer und Gesellschafter der Heinold & Friends GmbH

Ehrhardt Heinold
Die bisherige Crossmedia-Erzählung geht so: Verlage und Medienunternehmen müssen ihre Inhalte, egal ob für Produkte oder Marketingzwecke, schnell und ohne große manuelle Kopier- oder Konvertierungsaufwände in allen Medienkanälen ausspielen können. Die Wertschöpfubngskette ging immer von links (=Input) über die Verarbeitung nach rechts (=Output). Doch ist dieses Konzept im KI-Zeitalter noch gültig? Entsteht mit dem „Liquid-Content-Ansatz“ die Umkehrung der Wertschöpfungskette, bei der die Nutzer Inhalte & Format frei bestimmen können?
In diesem Kurzimpuls diskutiere ich den Unterschied zwischen diesen beiden Ansätzen und zeige, warum Verlage sich auf diese crossmediale Revolution vorbereiten müssen.
Case Study "Publishing-Automatisierung mit Headless CMS und Layout-Engine" (Arbeitstitel)
Matthias Fischer, Sales, a+f systems, Kevin Garre, Sprylab

Matthias Fischer
Abstract folgt
Moderne Redaktionssysteme in der Wertschöpfungskette – KI gezielt einsetzen, Effizienz dauerhaft steigern
Raphael Baier, Geschäftsführer Fabasoft Xpublisher

Raphael Baier
KI prägt moderne Redaktionsprozesse, doch messbaren Mehrwert bieten sie nur in einem strukturierten Umfeld. Wer KI unkoordiniert in bestehende Abläufe einbindet, riskiert erhöhte Aufwände, Qualitätsverluste und Datenschutzrisiken. Moderne Redaktionssysteme basieren auf einer sicheren Cloud-Architektur, steuern Prozesse zentral und bieten KI in einer sicheren Umgebung.
Raphael Baier, Geschäftsführer der Fabasoft Xpublisher GmbH, zeigt in seinem Vortrag, wo KI entlang der Wertschöpfungskette konkret Mehrwert schafft und warum strukturierte Integration der Schlüssel zu langfristiger Effizienz ist.
Mehr Effizienz im redaktionellen Copy Editing: Ein Inhouse-Expertensystem für juristische Lektorate
Monika Sauer, Abteilungsleiterin Zentrale Qualitätssicherung & Koordination digitaler Workflow Lektorate RSW und Moritz Eichhorn, Projektmanager Redaktionelle Qualitätssicherung (beide C.H.Beck ), Stefan Schmitz, Geschäftsführer abavo

Monika Sauer

Moritz Eichhorn

Stefan Schmitz
C.H.Beck (Monika Sauer, Abteilungsleiterin Zentrale Qualitätssicherung & Koordination digitaler Workflow Lektorate RSW und Moritz Eichhorn, Projektmanager Redaktionelle Qualitätssicherung) informieren gemeinsam mit abavo (Stefan Schmitz, GF) über einen innovativen Ansatz, der für den Verlag bzgl. der redaktionellen Qualitätssicherung des juristischen Contents einen Paradigmenwechsel verkörpert und seit dem Rollout bei den Nutzerinnen und Nutzern auf großen Zuspruch stößt. Die äußerst komplexen Vorgaben der Redaktionsrichtlinie von C.H.Beck werden systemisch durch im Verlag eigenentwickelte Algorithmen und mittels des vlow®-Expertensystems »vix« automatisiert und transparent umgesetzt. So werden die Inhalte in wichtigen Aspekten »up front« formal geprüft und harmonisiert, bevor die Lektorate und Redaktionen als inhaltliche, finale Instanz aktiv werden und die zielführend aufbereiteten Manuskripte überprüfen. Dies führt nicht nur zu einer spürbaren Entlastung und mehr Präzision bei der Umsetzung redaktioneller Vorgaben, sondern es werden auch bereinigungsbedürftige Passagen in historischen Dateibestandteilen schonungslos offengelegt. Dies sichert in hohem Maße die Qualität der Inhalte und ist ein wichtiger Grundstein für die digitale Nutzung der Inhalte in Datenbanken und KI-Anwendungen. Die dabei zur Anwendung kommenden Regular Expression (RegEx) basierten Logiken wurden autark im Verlag entwickelt und werden intern kontinuierlich an neue Erkenntnisse und Wünsche der unterschiedlichen Nutzergruppen angepasst – denn mit einem solchen System kommt »sehr eindeutig der Appetit beim Essen«.
Umstellung auf ein neues Redaktionssystem, Case Study Deutscher Apotheker Verlag (Arbeitstitel)
Verena Geywitz, Projektleitung + N.N, Deutscher Apotheker Verlag, Dr. Marcus von Harlessem, Chief Transformation Officer, markstein

Verena Geywitz

Dr. Marcus von Harlessem
Abstract folgt.
Digitale Produkte wachsen im Workflow – nicht erst auf der Plattform
Uwe Matrisch, Weiterentwicklung und Integration RRP365, Reemers publishing services, Jörg Pieper, Head of Publisher Relations, Get More Brain

Uwe Matrsich

Jörg Pieper
Neue digitale Angebote entstehen nicht erst dort, wo Inhalte genutzt werden, sondern dort, wo sie entstehen: im Content-Workflow. Im Zusammenspiel von RRP365 (Reemers Publishing Solutions) und Get More Brain zeigen wir, wie moderne Publishing-Infrastruktur und Plattformtechnologie zusammenwirken. RRP365 strukturiert und organisiert kollaborative Produktionsprozesse und schafft eine flexible Contentbasis in Form des offenen Standards bitmark. Darauf aufbauend ermöglichen Plattformen wie Get More Brain die direkte Überführung dieser Inhalte in vielfältige digitale Nutzungsszenarien – ohne Medienbrüche, ohne redundante Datenhaltung. Das Ergebnis ist eine echte „Single Source of Truth“: Ein durchgängiger Workflow von der Erstellung bis zur Nutzung, der neue, skalierbare Produkte ermöglicht – einsetzbar in Unternehmen, im Rechts- und Beratungsmarkt, in Bibliotheken sowie in der Aus- und Weiterbildung.
Case Study "Crossmediale und cloudbasierte Buchproduktion" (Arbeitstitel)
Hermann Eckel, Booxite, Tobis Ott, Geschäftsführer pagina

Hermann Eckel

Tobias Ott
Abstract folgt
Ist das historisch gewachsen oder kann das weg?
Martin Volke und Christian Mädler, Geschäftsführer der CMV Media Solutions GmbH & Co. KG

Martin Volke

Christian Mädler
Das Scheitern von IT-Projekten kann sich niemand mehr leisten. Aber was muss ich tun, um den Projekterfolg zu gewährleisten? Auch wenn alle Beteiligten deutsch sprechen, sprechen nicht alle dieselbe Sprache. Die technische Abteilung versteht die Redaktion nicht und die wiederum den Softwareanbieter nicht. Christian Mädler und Martin Volke sind Experten für IT-Projekte im Medienbereich. Im Vortrag zeigen sie, wie auch mit begrenzten Ressourcen der Projekterfolg im kleinen und großen Rahmen gelingen kann.
RAG in der Praxis: Warum die meisten Systeme scheitern, bevor sie wirken
Manuel Montero Pineda, Geschäftsführer data2type GmbH, Mehrschad Zaeri Esfahani, Geschäftsführer parsQube GmbH

Manuel Montero Pineda

Mehrschad Zaeri Esfahani
RAG Systeme versprechen belastbare und nachvollziehbare KI Anwendungen. Doch zwischen Demo und produktiver Lösung liegt eine erhebliche Fallstrecke. In Projekten sehen wir immer wieder gravierende Fehler bei Datenaufbereitung, Chunking und Architektur. Hinzu kommen strategische Fehlentscheidungen und Vendor Lock ins, die teuer werden können. Der Vortrag zeigt die häufigsten Stolpersteine beim Aufbau von RAG Systemen. Was muss konzeptionell beachtet werden?Wie bleiben Daten langfristig nutzbar? Und wie vermeidet man strukturelle Abhängigkeiten? Manuel Montero und Merschad Zaeiri geben Antworten aus der Praxis.
Vom Lektorat zur Contentsteuerung: Content first. Digital first.
Jessica Gutsche, Head of Content, DIN Media GmbH

Jessica Gutsche
Jessicas Gutsche gibt einen Werkstattbericht über die Entwicklung vom klassischen Lektorat (Produktmanagement und Lektorat in einer Rolle) hin zu Content Management – und weiter zur Contentsteuerung. Der Leitgedanke dieser fundamentalen Veränderung: Content first, digital first – Content wird nicht nur ganz klassisch redigiert, sondern mehrmedial nutzbar gemacht, beschafft und gesteuert. Im Fokus steht, wie die Abteilung sich neu positioniert und das Produktmanagement durch frühes Sparring enabelt.
Achtung: Programmänderungen sind möglich.