Aufräumen mit der Pain-Point-Matrix

In einem Deep Dive zu meinem Legacy-Management-Blogartikel möchte ich hier ein sehr einfaches Tool zum Aufräumen vorstellen: Mit der Pain-Point-Matrix können Teams einfach und transparent jene Themen sammeln, die nerven (oder auch funktionieren). Das geht sehr gut mit digitalen Tools (wie z. B. Conceptboard).

Im Verlagsalltag gibt es immer wieder Themen, die nerven. Manche sind klein, manche sind groß - eine Übersicht gibt es zumeist nicht. Manchmal wird ein Thema angepackt, aber auch das oft nicht systematisch, sondern wenn es brennt oder eine Führungskraft nervt. Wir haben in diversen Beratungsprojekten eine Methode entwickelt, mit der die wirklich wichtigen Themen sehr gut identifiziert werden können: Die Pain-Point-Matrix. Im Grunde handelt es sich um eine Tabelle, deren Achsenbenennung sehr flexibel gestaltet werden kann, je nach Einsatzgebiet.

Zum Beispiel im Bereich Marketing und Vertrieb - da bieten sich folgende Dimensionen an:

  • Vertikal werden die Zielgruppen eingetragen.
  • Horizontal werden die Vertriebs- und Kommunikationskanäle eingetragen (z.B. Shop, LinkedIn), oder die Customer Journey.

In die Tabellenzellen werden Kundenanforderungen in Form von User Stories formuliert - also nicht bloß "Bestellung funktioniert nicht gut", sondern "Ich als... möchte..., um...". Auch hier gibt es zwei Perspektiven, aus denen heraus diese Stories formuliert werden sollten:

  • Die Kundenperspektive
  • Die Mitarbeitendenperspektive

Dieses Vorgehen zwingt zur Klarheit und vor allem zur Kunden- und Mitarbeiterperspektive. Wenn die Matrix ausgefüllt ist, werden jene User Stories markiert, die Pain Points darstellen - diese können in einem weiteren Schritt erläutert, priorisiert und mit Lösungsvorschlägen versehen werden. Wichtig: Aller User Stories werden erfasst, auch jene, die bereits gut umgesetzt worden sind. Nur so entsteht ein Gesamtbild.

Dieser ganze Prozess lässt sich sehr gut mit einem Cloudtool wie Conceptboard oder Miro oder auch einem Whiteboard von Zoom oder Teams durchführen (für synchrones und asynchrones Arbeiten). Unsere Erfahrungen mit dieser Vorgehensweiese sind sehr gut: Alle kommen zu Wort, in alle Themen werden einer einheitlichen Methodik und Sprache werden. Das Ergebnis ist ein lebendes Objekt, an dem ich immer weiterarbeiten kann, denn all diese Tools ermöglichen die ständige Weiterentwicklung von Inhalten.

Pain Points sind Sand im Getriebe. Raus damit durch eine Teamarbeit, die alle nach vorne bringt.

 

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